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Kretische Dattelpalme Phoenix theophrastii - die 10 wichtigsten Kauf- und Pflegehinweise

Alle Infos auf einer Seite: Kurzcharakteristik, Steckbrief, Pflanzstandort, Substrat, Pflanzung, Bewässerung, Düngung, Pflege, Überwinterung & empfehlenswerte Bezugsquellen.

Kretische Dattelpalme Phoenix theophrastii


Kurzcharakteristik

Die Kretische Dattelpalme Phoenix theophrastii ist neben der Grünen Zwergpalme Chamaerops humilis die Einzige in Europa natürlicherweise vorkommende Palmenart. Ursprünglich auf Kreta und an der südlichen Küste der Türkei vorkommend kann sie dort Höhen von bis zu 15 m erreichen. Wie die meisten Fiederpalmen so besitzt auch diese Art eine beeindruckend schöne Krone aus unzähligen Blättern. Ihr Hauptstamm treibt zumeist mehrere Ausläufer, so dass bereits eine Pflanze einen regelrechten kleinen Palmenhain ausbilden kann. Im Gegensatz zur Echten Dattelpalme sind ihre Früchte jedoch wenig genießbar, die Blätter sehr hart und mit langen Spitzen versehen. Bei unsachgemäßer Annäherung besteht Verletzungsgefahr. Unter allen Phoenixarten kommt die Kretische Dattelpalme am besten mit unserem Klima zurecht und verträgt Fröste bis zu -10 °C - ein sehr guter, beheizter Winterschutz wird aber trotzdem fast überall nötig sein um kalte Winter hierzulande zu überstehen.

Steckbrief

  • zur Auspflanzung geeignet (Temperaturminimum beachten)
  • Absolutes Temperaturminimum: -10 °C (vor tieferen Temperaturen muss die Pflanze zwingend geschützt werden)
  • Empfohlener Winterschutz ab spätestens -6 °C
  • In Topfkultur Eignung als Terrassen- oder Balkonpflanze mit kühler oder warmer und heller Überwinterung (am besten 0-20 °C)
  • Eignung ebenfalls zur dauerhaften Kultur im hellen, überkopfverglasten Wintergarten/Atrium mit kühler oder warmer Überwinterung (am besten 0-20 °C)
  • Maximale Wuchshöhe: selten mehr als 15 m
  • Maximaler Kronendurchmesser: bis zu 6m pro Stamm
  • Bewässerung: gering-mittel
  • Bodenbeschaffenheit: recht anspruchslos, am besten mineralisch durchmischt
  • Lichtbedarf: sonnig
  • Nährstoffbedarf: mittel, am besten mit einem speziellen Palmendünger


Pflanzung

Bei der Wahl der Pflanzstelle spielt neben ästhetischen Gesichtspunkten auch das Makro- und das Mikroklima eine zentrale Rolle. Die Palme sollte einen möglichst sonnigen Standort im Garten bekommen und eine Pflanzung an einer warmen Stelle im Garten kann die Überwinterung vereinfachen. Sollten Sie die Palme sehr exponiert und windig pflanzen, so muss der Winterschutz evtl. noch stärker ausfallen.

Dattelpalmen wachsen in den meisten Erden zwar relativ problemlos (so reicht bei Topfkulturen normale Garten- bzw. Blumenerde ohne mineralische Durchmischung), trotzdem empfiehlt sich gerade bei Freilandpflanzungen zur besseren Drainage (also zum besseren Wasserabfluss) die Erde mineralisch zu durchmischen, z.B. mit Sand, Schotter, Split o.ä.. Möglich ist auch die Pflanzung in Pflanzerde und natürlichen Perliten oder aber eine Durchmischung von Blumenerde  und Lavagranulat. Besteht die Gefahr dass die Pflanze einen extrem hohen Wassereintrag abbekommt, so sollte man am besten noch eine ca. 20-30 cm dicke Schicht aus grobem Schutt oder Kies am Boden des Pflanzloches verlegen und diese mit einem wasserdurchlässigen Pflanzenvlies abdecken. Diese Kiespackung dient dann als Drainage für den Wurzelbereich der Palme, der Vlies verhindert zu viel Materialeinschwemmung und damit die Unwirksamkeit der Drainageschicht. Diesen Aufwand sollte man jedoch nur bei wirklich stark verdichteten, lehmigen und wasserhaltigen Böden durchführen. Oftmals reicht es bereits aus den Bereich um die Palme großflächig auszuheben und mit der obig beschriebenen Substratmischung aufzubessern.

Die Breite und Tiefe des Pflanzloches sollte der Größe der Pflanze und des Wurzelballens Rechnung tragen und lieber üppig bemessen sein. Gerade wenn an der Pflanzstelle sehr wasserhaltige, lehmige Böden oder andererseits auch sehr sandige Böden vorherrschen sollten, empfiehlt es sich den Boden großzügig auszutauschen, so dass sich die Pflanze auch in den folgenden Jahren noch in günstiger Erde verwurzelt. Die im Topf bestehende Oberkante der Erdschicht sollte auch in der Freilandpflanzung die Oberkante darstellen. Auch wenn Phoenix recht tolerant sind was die Regeneration des Wurzelsystems nach einem Verpflanzen betrifft, so sollten Sie doch darauf achten den Wurzelballen samt Erde aus dem Topf möglichst unbeschadet in das neue Pflanzloch einzusetzen. 


Pflege

Die Kretische Dattelpalme ist ein relativ anspruchsloser Zeitgenosse, in Topfkultur reichen ihr je nach Standort normale Wassergaben. Mit Düngergaben sollten sie ebenso verfahren, in regelmäßigen Abständen in normaler, nicht übertriebener Menge (am besten mit einem geeigneten Palmendünger). Sie werden jedoch sehen dass größere Exemplare auch einen größeren Wasserbedarf haben um alle Blätter versorgen zu können. Ausgepflanzt kann nach ein paar Jahren zumeist auf zusätzliche Wassergaben verzichtet werden, auch sind hier Düngergaben nicht mehr von Nöten. Eine Wasserversorgung im Winter ist jedoch gerade bei Topfkulturen wichtig, als immergrüner Baum verdunstet die Pflanze auch im Winter Wasser und muss dies aus möglichst ungefrorenen Töpfen nachziehen können, genaueres hierzu auch in der Rubrik Winterschutz.

Winterschutz

Die Überwinterung von Kretischen Dattelpalmen gelingt für gewöhnlich nur mit gutem Winterschutz, den Sie am besten noch mit einem Pflanzenheizkabel an den kältesten Tagen zusätzlich beheizen. Welche Kabel sich eignen und wie der Winterschutz generell aussehen sollte erfahren Sie auf der Seite: Winterschutz. Wenn Sie die dortigen Hinweise beachten sollten Sie gut gerüstet sein und langfristig Freude mit Ihren Palmen haben.


Pflanzen und Zubehör:

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