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Chilenische Honigpalme Jubaea chilensis - die 10 wichtigsten Kauf- und Pflegehinweise

Alle Infos auf einer Seite: Kurzcharakteristik, Steckbrief, Pflanzstandort, Substrat, Pflanzung, Bewässerung, Düngung, Pflege, Überwinterung & empfehlenswerte Bezugsquellen.

Chilenische Honigpalme Jubaea chilensis


Kurzcharakteristik

Die Chilenische Honigpalme Jubaea chilensis ist eine einzigartig majestätische Erscheinung. Ihr äußerst dicker, säulenartig glatter Stamm macht diese sehr langsam wachsende Art zusammen mit ihrer riesigen Krone und der hohen Frostresistenz zu einer der exklusivsten Exoten überhaupt. Sie ist die einzige Vertreterin ihrer Gattung und unter den Fiederpalmen mit einer Toleranz von bis zu -14°C die Kälteresistenteste.

Steckbrief  

  • zur Auspflanzung geeignet (Temperaturminimum beachten)
  • Absolutes Temperaturminimum: -14 °C (vor tieferen Temperaturen muss die Pflanze zwingend geschützt werden)
  • Empfohlener Winterschutz ab spätestens -8 °C. Bitte beachten Sie die Hinweise unter 'Winterschutz'
  • In Topfkultur Eignung als Terrassen- oder Balkonpflanze mit kühler und heller Überwinterung (am besten 0 bis 15 °C). Bitte beachten Sie die Hinweise unter 'Winterschutz'
  • Eignung ebenfalls zur dauerhaften Kultur im hellen, überkopfverglasten Wintergarten/Atrium mit kühler Überwinterung (am besten 0 bis 15 °C)
  • Maximale Wuchshöhe: bis zu 25m
  • Maximaler Kronendurchmesser: bis zu ca. 8 m
  • Bewässerung: mittel.
  • Bodenbeschaffenheit: anspruchslos, am besten jedoch mineralisch durchmischt, zur Vermeidung längerer Staunässe
  • Lichtbedarf: sonnig
  • Nährstoffbedarf: mittel, am besten mit einem geeigneten Palmendünger
Chilenische Honigpalme Jubaea chilensis


Pflanzung

Generell sollten Jubaeas nur in klimatisch günstigen Lagen ausgepflanzt werden, ein Winterschutz wird vermutlich trotzdem immer von Nöten sein. Bei der Wahl der Pflanzstelle spielt neben ästhetischen Gesichtspunkten auch das Makro- und das Mikroklima eine wichtige Rolle. Die Palme sollte einen möglichst sonnigen Standort im Garten bekommen und eine Pflanzung an einer warmen Stelle im Garten kann die Überwinterung vereinfachen. Sollten Sie die Palme sehr exponiert und windig pflanzen, so muss der Winterschutz evtl. noch etwas stärker ausfallen.

Honigpalmen wachsen in den meisten Erden zwar relativ problemlos (so reicht bei Topfkulturen normale Garten- bzw. Blumenerde ohne mineralische Durchmischung), trotzdem empfiehlt sich gerade bei Freilandpflanzungen zur besseren Drainage (also zum besseren Wasserabfluss) die Erde mineralisch zu durchmischen, z.B. mit Sand, Schotter, Split o.ä.. Möglich ist auch die Pflanzung in Pflanzerde und natürlichen Perliten oder aber eine Durchmischung von Blumenerde  und Lavagranulat. Besteht die Gefahr dass die Pflanze einen extrem hohen Wassereintrag abbekommt, so sollte man am besten noch eine ca. 20-30 cm dicke Schicht aus grobem Schutt oder Kies am Boden des Pflanzloches verlegen und diese mit einem wasserdurchlässigen Pflanzenvlies abdecken. Diese Kiespackung dient dann als Drainage für den Wurzelbereich der Palme, der Vlies verhindert zu viel Materialeinschwemmung und damit die Unwirksamkeit der Drainageschicht. Diesen Aufwand sollte man jedoch nur bei wirklich stark verdichteten, lehmigen und wasserhaltigen Böden durchführen. Oftmals reicht es bereits aus den Bereich um die Palme großflächig auszuheben und mit der obig beschriebenen Substratmischung aufzubessern.

Die Breite und Tiefe des Pflanzloches sollte der Größe der Pflanze und des Wurzelballens Rechnung tragen und lieber üppig bemessen sein. Gerade wenn an der Pflanzstelle sehr wasserhaltige, lehmige Böden oder andererseits auch sehr sandige Böden vorherrschen sollten, empfiehlt es sich den Boden großzügig auszutauschen, so dass sich die Pflanze auch in den folgenden Jahren noch in günstiger Erde verwurzelt. Die im Topf bestehende Oberkante der Erdschicht sollte auch in der Freilandpflanzung die Oberkante darstellen. Auch wenn Honigpalmen recht tolerant sind was die Regeneration des Wurzelsystems nach einem Verpflanzen betrifft, so sollten Sie doch darauf achten den Wurzelballen samt Erde aus dem Topf möglichst unbeschadet in das neue Pflanzloch einzusetzen. 

Chilenische Honigpalme Jubaea chilensis


Pflege

Die Honigpalme ist ein genügsamer Zeitgenosse. Mittlere Wassergaben werden dankend angenommen, ebenso eine regelmäßige Nährstoffversorgung, welche durch einen speziell abgestimmten Palmendünger gedeckt werden kann. Bei sandigen Böden, die zwar vorteilhaft gegen Staunässe sind, muss jedoch öfters gegossen werden. Die Honigpalme sollte nicht in Staunässe stehen, darauf ist sowohl bei eine Auspflanzung (evtl. mit einer Drainagelage aus Kies unterhalb der Pflanzung) wie auch bei einer Topfkultur zu achten (kein länger stehendes Wasser im Untersetzer oder Übertopf). Auch in der Topfkultur ist darauf zu achten die Palme so hell wie möglich zu stellen. Nach kurzer Eingewöhnungszeit (mindestens einige Tage Schattierung wegen Sonnenbrand an den Blättern) kann sie im Frühjahr auch nach draußen gestellt werden. Eine Wasserversorgung im Winter ist ebenfalls sehr wichtig, als immergrüner Baum verdunstet die Pflanze auch im Winter Wasser und muss dieses nachführen können.

Winterschutz

Wir haben diesem Themenbereich eine eigene, sehr ausführliche Seite gewidmet: Winterschutz. Wenn Sie die dortigen Hinweise beachten sollten Sie gut gerüstet sein und langfristig Freude mit Ihren Palmen haben. Vorab jedoch noch der Hinweis dass Jubaea möglichst gut im Wurzelbereich gedämmt werden sollte, da sie ansonsten ein Problem mit längerem Dauerfrost bekommen kann.


Pflanzen und Zubehör:

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